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Als Familie mit dem Fahrrad reisen?

Als Familie mit Kindern mit dem Fahrrad auf grosser Reise sein?! 
Total verrückt oder was?

Wir sind nun schon seit Ende April 2017 auf Familienreise haben bereits 3700 km gestrampelt und können definitiv bestätigen:
Es ist einfach nur schön!

Mit dem Fahrrad reisen heisst: Dem "unscheinbaren" Beachtung schenken, mit angenehmer Geschwindigkeit durch den Tag gehen, draussen leben, unbekannten Menschen und unscheinbaren Orten begegnen. Wir erleben wunderbare Begegnungen mit der wilden Natur und vielen Menschen, die uns sehr berühren und haben mittlerweile auch keinen Stress mehr, wenn wir alle Touristen-Attraktionen einfach links liegen lassen.

Wir können uns ganz gut auf das einlassen, was wir mit dem Rad erreichen und freuen uns über jedes Zuzwinkern und Händeklatschen, das uns geschenkt wird. Wir haben ganz wenig dabei und sind trotzdem reich. Schlafen am liebsten im Zelt und Schlafsack, Spielen mit dem was der Ort hergibt, wissen genau in welcher Tasche sich was befindet und vermissen weder Staubsauger noch Fensterputzmittel und schon gar nicht das geregelte Leben.
Aufgeräumt ist, wenn wir morgens unsere Räder und den Anhänger wieder  bepackt haben und dem nächsten Sonnenaufgang entgegen fahren.

Tretend lösen sich die Gedanken auf und das Herz öffnet sich von alleine für Neues. Geht es bergauf fluchen wir, ermuntern uns gegenseitig und oben angekommen klopfen wir uns auf die Schultern, sind stolz, auch diesen Hügel gemeistert zu haben und flitzen lachend und jauchzend hinten wieder runter, bis zur nächsten Steigung.

 

Immer wieder erleben wir, wie Menschen beeindruckt von unserem momentanen Leben, von unserem Mut sind. Sie getrauen sich nicht sowas zu machen, obwohl sie das irgendwie schon wünschen. Deshalb unser Tipp: Einfach machen und alles andere ergibt sich von alleine. 

Wir sind keine Aussteiger, sondern einfach eine Familie auf Reisen, die Fahrrad-Familie , die Durchtreter oder einfach La Famiclista!