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Tàrbena - du bist in unserem Herzen

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Das schmale-blaue ist unser für drei Wochen

Tàrbena, Spanien

Buonas dias, wieder einmal ein Zeichen von uns Fünfen!

Uns geht es gut! Sehr gut sogar.

Während den ersten zwei Oktoberwochen umrundeten wir Mallorca, es war einfach wunderschön. Viele wilde und einsame Buchten, wunderbares Wetter und «brunzwarmes» Meer verwöhnten uns mit einem wunderbaren Spätsommergefühl.

 

Anschliessend liessen wir uns aufs Festland Spaniens zurückschiffern; ein bisschen Kulturschock und keine Liebe auf den ersten Blick –auf den zweiten aber umso mehr!

In Valenica angekommen, fuhren wir für zwei Tage der Küste entlang Richtung Süden, während unsere Stimmung zum ersten Mal einen Tiefpunkt erreichte. (Zu) heisses Wetter (über 30 Grad), viel Verkehr, und dann überall diese nachsaisonale Leere der Hotelkomplexe, Läden die geschlossen waren - von lebhaften Spaniern keine Spur. Es fühlte sich an wie auf einer Geisterbahn. Nur das warme, weite Meer mit den ewigen Stränden und dem Baden in grossen Wellen schien uns noch Freude zu bereiten.So entschieden wir uns gemeinsam, nach einer Krisensitzung, weg vom Meer in die Berge zu fahren. Zum ersten Mal seit Reisebeginn, ging es also so richtig rauf – runter – rauf und am Ende noch über den 650 Meter hohen Pass. Wir verspürten grosse Erleichterung, der Küste den Rücken zuzudrehen, auch wenn wir uns die Kilometer hart verdienen mussten. Die Kinder fuhren aber meisterlich: Pepe wurde an der Spitze von einem älteren Herrn mit Elektroantrieb am Velo begleitet und wartete oben sicher eine halbe Stunde auf den Rest der Familie. Lou radelte gemütlich und mit Ruth ratschend bis oben, während Uma Sergio nonstop den Kopf voll quatschte und auch Meter für Meter hochkletterte.

Auf dem Weg nach unten hielten wir dann in diesem niedlichen Dörfchen namens Tàrbena für ein Café an und Ruth meinte spontan, ob wir hier nicht mal eine Weile bleiben wollten, das sei so sympathisch hier. Alle stimmten dem zu und dann ging es ruckzuck:

In die Bar auf dem Hauptplatz eintreten – an der langen Theke fragen, ob es irgendein Haus zu mieten gäbe - dann wird geredet und geweibelt - und ca. 20 Minuten später ziehen wir in das hübsche blauweisse, dreistöckige Reihenhäuschen direkt auf der Plaça major des Dorfes ein. (Ma, ich glaube, du hast in einem solchen Haus in Wil gewohnt, es ist nur gerade ein Zimmer breit!)

 

Seit einer Woche sind wir hier, gut integriert, helfen beim Oliven ernten, wandern, die Kinder spielen in den Gassen und dürfen in der Pause auf den Schulhof. Äpfel, Mandarinen, Mandeln, Feigen, Kaki, Granatäpfel, Orangen und vieles mehr ernten wir direkt von den Bäumen hingegen Eier, Olivenöl und Avocados kaufen wir vom Hausbesitzer.

Wir haben hier ein weiteres, kleines Paradies angetroffen!

 

Sechs Monaten sind wir nun unterwegs, feiern bald unseren 3000-sten Kilometer und merken eine gewisse Müdigkeit. Wir haben viel Schönes erlebt, so viele liebe und spannende Menschen kennengelernt, wunderbare Landschaften gesehen, Eindrücke gesammelt, das Reisen von Norden in den Süden erlebt... Jetzt tut es uns allen gut mal wieder ein Dach über dem Kopf zu haben und einfach weiter zu geniessen.

Wir sind gespannt, was uns noch alles über den Weg laufen wird und freuen uns, wohlauf zu sein. Das Gleiche wünschen wir auch dir!

Saludos!

La famiclista